Klassenfahrten, Exkursionen und Wandertage
Einführung (pädagogische Ziele, Fördermöglichkeiten) - Klassenfahrten - Kursfahrten - Weiteres Fahrtenprogramm
Grundsätzlich sind Klassenfahrten, Exkursionen und Wandertage keine Urlaubs- oder Freizeitveranstaltungen. Diese bleiben den Eltern vorbehalten.
Eine (kürzere oder längere) Fahrt ist eine weitere Form von Schule, die wie Alltagsunterricht, Schul- und Sportfeste, Konzerte und Theateraufführungen zum Schulleben gehört. Sie soll in erster Linie die Klassengemeinschaft, also soziale Kompetenzen, fördern, deshalb ist eine weite Entfernung des Ziels nicht wichtig. Dementsprechend werden Ziele auch nicht nach dem größten Unterhaltungswert ausgesucht. Vielmehr wird darauf geachtet, dass ein Rahmenprogramm realisiert werden kann, innerhalb dessen Lernen - an anderen Orten, mit anderen Inhalten und Methoden - möglich ist. Zunächst fallen einem hier natürlich Besuche in Museen ein, aber genauso findet Lernen bei einer Wanderung oder einem erlebnispädagogischem Programm (z.B. "Schatzsuche") statt.
Trotzdem haben Fahrten einen besonderen Stellenwert für Schüler, Eltern und auch Lehrer. Noch Jahre später bleibt die gemeinsame Reise mit der Klasse in Erinnerung, während der normale Unterricht schnell in Vergessenheit gerät. Aus diesem Grunde sind Veranstaltungspunkte während einer solchen Fahrt ausgewogen, so dass Lernen und gemeinsame Freizeit nebeneinander bestehen.

Nicht allen Eltern fällt die Finanzierung einer Klassenfahrt leicht. Unterstützungsmöglichkeiten sind vielfältig. Um einige Möglichkeiten zu benennen:
- der Landkreis Goslar,
- die verschiedenen Wohlfahrtsverbände:
- DRK - Kreisverband Goslar e.V. und Generalsekretariat des DRK - Fachbereich Kur und Erholung (unterschiedliche Födermöglichkeiten, deshalb ruhig beide ansprechen),
- Arbeiterwohlfahrt (AWO),
- Der Paritätische Wohlfahrtsverband (DER PARITÄTISCHE),
- Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (DW der EKD),
- Deutscher Caritasverband (DCV)
stehen alle für besondere Situationen zur Verfügung. Eine telefonische Anfrage reicht meist aus, um grundsätzliche Förderoptionen zu ermitteln, für die Bewilligung sind dann meist schriftliche Anträge und Nachweise erforderlich. Deshalb empfiehlt es sich, frühzeitig Kontakt aufzunehmen. Außerdem interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die unterschiedlichen Fördermaßnahmen auch miteinander kombiniert werden können. Bekommt man von jedem nur einen kleinen Betrag (z.B. 10 Euro), so ergibt sich in der Kombination dennoch eine Förderung, die 50% der Klassenfahrtskosten ausmachen können.
Zudem gibt es die Stiftung „Familie in Not“,
und dort insbesondere den Sonderfonds "DabeiSein!".
Mit diesem will das Land Niedersachsen Bildungs- und Freizeitmaßnahmen für Kinder aus finanziell benachteiligten Familien fördern.
Ziel ist, Kinder davor zu schützen, dass sie wegen der Arbeitslosigkeit der Eltern oder wegen einer familiären Notsituation benachteiligt oder ausgegrenzt werden.
Es können Zuschüsse insbesondere gewährt werden für Jugend- und Familienfreizeiten, Erholungsmaßnahmen, Kursgebühren und Mitgliedsbeiträge für Musik- und Kunstschulen sowie Sportvereine, Kurse der Volkshochschulen, Nachhilfeunterricht, Klassenfahrten, Kita-Fahrten oder auch Fahrtkosten für Oberstufenschüler/innen.
Die Hilfen aus dem Sonderfonds können über Servicestellen beantragt werden, wie z.B. Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände oder Kommunen, Familien- und Kinderservicebüros, regionale Verbände des Kinderschutzbundes und der Familienverbände sowie Institutionen wie Schulen und Kindertagesstätten. Weitere Informationen finden sich im Faltblatt "Sonderfonds DabeiSein!".
Klassenfahrten
Klassenfahrten finden an unserer Schule in der Regel zum Ende von Klasse 5 und Klasse 7 statt und dauern etwa fünf Tage. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass diese Klassenfahrt tatsächlich durchgeführt wird. Verschiedene Gründe (meist bedingt durch Schulorganisation oder selten Disziplinprobleme in der Klasse) führen dazu, dass einzelne Klassen nicht in diesen beiden Schuljahren auf Klassenfahrt fahren.
Zudem besteht die Möglichkeit, in Klasse 10 eine Fahrt für drei Tage oder über ein "verlängertes Wochendende" zu veranstalten. Diese Fahrt führt im Allgemeinen nach Berlin. Bei der Planung eines solchen "Wochenendes" muss aber abgewogen werden, ob die Kosten und der Aufwand im Verhältnis zum Gewinn angemessen sind, zumal durch verschiedene andere Veranstaltungen in diesem Jahrgang (Praktikum sowie Möglichkeit zu USA-Austausch, Ski-Alpin-Fahrt, Chorfahrt) dieses Schuljahr bereits stark verkürzt ist.
Kursfahrten
In der Oberstufe finden drei weitere Fahrten statt:
Die Weimarfahrt, die seit Jahren für alle Schüler eines Jahrgangs im Rahmen des Deutschunterrichts verpflichtend durchgeführt wird, dauert zwei Tage (von Freitagmorgen auf Samstagabend). Neben Besuchen des Goethe- und Schillerhauses stehen ausführliche Stadtführungen und ein Theaterbesuch auf dem Programm. Äußerungen der Schüler bewegen sich im Vorfeld im Rahmen von "Muss das denn sein?" - im Nachhinein befragt, ob zum Beispiel eine Verkürzung auf nur einen Tag besser sei, gehen die Äußerungen in Richtung "Die Weimarfahrt sollte so bleiben wie sie ist, so ist sie sinnvoll."
Bereits in der 10. Klasse geplant, aber erst in der 11. Klasse durchgeführt wird die Rom- bzw. Parisfahrt (im 1. Semester der Oberstufe, in der Woche vor den Herbstferien für maximal 10 Tage). Diese Fahrten entstehen aus dem Sprachunterricht (Französisch oder Latein) heraus. Neben dem Kontakt mit der Sprache und der Kultur sind auch landeskundliche Aspekte (z.B. das Schulsystem) Bestandteil des vorlaufenden Unterrichts.
Außerdem findet in der Oberstufe (im dritten Semester) eine Kursfahrt statt. Ziele stehen im Allgemeinem in engem Zusammenhang zum veranstaltenden Kurs (dem Seminarfach). Diese Kursfahrt findet meist in der Woche vor den Herbstferien statt und dauert deshalb maximal 10 Tage.
Keine schulische Fahrt im eigentlichen Sinne ist die Abschlussfahrt der Abiturienten. Sie soll dennoch hier erwähnt werden. Diese Fahrt organisieren die Schüler des Jahrgangs selbständig und unabhängig von der Schule. Sie findet nach den Abiturprüfungen statt.
Weiteres Fahrtenprogramm (neben Klassen- und Kursfahrten)
An unserer Schule besteht ein umfangreiches Fahrtenprogramm - manche sprechen vom "Reisebüro Werner". Die meisten dieser Fahrten sind freiwillig, einige wurden bereits oben erwähnt.
So haben wir alle zwei Jahre einen USA-Austausch (Zielgruppe: Klasse 10 oder 11), der Sport-Bereich veranstaltet jährlich eine Ski-alpin Fahrt und die Chor-AG fährt zu intensiven Proben ebenfalls ins "Trainigslager" auf der Chor-Fahrt.
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