Grundsätzliches

zu Englisch und Deutsch

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Die Notenskala umfasst in den Klassen 5-10 die Noten 1 (= sehr gut) bis 6 (= ungenügend). Eine Abstufung durch "+" oder "-" findet im Allgemeinen nicht statt - damit sowohl Schüler als auch Eltern dennoch eine Leistung besser einordnen können, erfolgt manchmal ein verbaler Hinweis.

Zum Beispiel kann die "Note 4" ja eine "gute" 4 sein - d.h., fast wäre es eine 3 geworden. Dies wäre eine Note, mit der die meisten durchaus zufrieden sind. Genausogut kann die Note 4 auch nur "(sehr) knapp" ausfallen - nur etwas schlechter, und man hätte eine 5 bekommen... passiert dies häufiger, kann die Versetzung hierdurch gefährdet sein.

In der Oberstufe (d.h. ab Klasse 11) werden statt Noten maximal 15 Punkte vergeben, diese sind den Notenstufen 1-6 zugeordnet.

In der folgenden Tabelle werden die verschiedenen Notenskalen zum Vergleich einander zugeordnet.

Schulnote 1 2 3 4 5 6
  1+ 1 1- 2+ 2 2- 3+ 3 3- 4+ 4 4- 5+ 5 5- 6
Punkteskala
Oberstufe
15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0
... ist rechnerisch 0,7 1 1,3 1,7 2 2,3 2,7 3 3,3 3,7 4 4,3 4,7 5 5,3 6

Besonders die letzte Zeile ist etwa bei der Berechnung von Zeugnisnoten interessant: Dadurch, dass verschiedene Teilleistungen zusammengefasst werden (z.B. mehrere Klassenarbeiten, mündliche Leistungen), kommt es nur in seltenen Fällen zu "glatten" Noten. Ergibt sich eine Kommanote, so kann man an der letzten Zeile ablesen, welche Note sich dahinter verbirgt. Dabei ist (logischerweise) 1=1, 2=2, 3=3 etc. Für das "-" hinter der Note gibt es eine Abstufung von 0,3 nach unten; für das "+" die selbe Abstufung nach oben.

Eigentlich ganz logisch... und wo ist der Haken an der Sache? Hier ein Beispiel:
Beim Berechnen der eigenen Note kommt es immer wieder zu Missverständnissen, schließlich hat man ja alles richtig gerechnet und kommt zu einem Geamtergebnis von (z.B.) 3,8 ... das ist zwar recht nah an der "4", aber noch steht ja die "3" vor dem Komma und deshalb bekommt man diese auch auf dem Zeugnis, oder?
Leider falsch gedacht, der Blick in die Tabelle verrät es: eine "3,8" ist eine "4+" - im Zeugnis steht also eine "4".
(Übrigens: Die "4" steht bereits ab "3,5" aufwärts im Zeugnis... mancher "Rechenkünstler" hat so schon seinen minimalen Einsatz zu gering gehalten...)

 

Sind Zensurenbesprechungen unzulässig?

Für Unsicherheit sorgt immer wieder die Frage einer "öffentlichen" Besprechung der Noten. Wie sieht es aus mit dem Datenschutz, wenn Noten vor der ganzen Klasse besprochen werden? Der niedersächsische Landtag hat diese Frage so beantwortet (Auszüge):

Der Lernprozess in der Schule vollzieht sich nicht nur als individueller Prozess der einzelnen Schülerin oder des einzelnen Schülers, sondern auch als Gruppenprozess. Das ergibt sich u. a. aus dem Bildungsauftrag des Niedersächsischen Schulgesetzes, wonach die Schule die Bereitschaft und die Fähigkeit der Schülerin und des Schülers fördern soll, für sich allein wie auch gemeinsam mit anderen zu lernen und Leistungen zu erzielen. Ohne die „Übermittlung personenbezogener Daten“ [also die Besprechung von Noten in der Klasse] ist dieser Gruppenprozess nicht möglich. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung muss darum so weit zurücktreten, wie der Schulbetrieb im Sinne des Gesetzgebers dies erforderlich macht. [...] Die in den Zeugnisbestimmungen vorgesehenen Erörterungen mit den Schülerinnen und Schülern über die Lernfortschritte und den Leistungsstand sowie über das Arbeits- und Sozialverhalten sind vor diesem Hintergrund zu sehen und können darum auch im Klassenverband bzw. in der Lerngruppe und, soweit dieses pädagogisch notwendig oder sinnvoll ist, individuell vergleichend durchgeführt werden. Die Offenlegung der Beurteilungen beschränkt sich dabei auf den jeweiligen Klassenverband bzw. die Lerngruppe, weil nur innerhalb dieses Verbandes bzw. dieser Gruppe die Leistungen und das Arbeits und Sozialverhalten adäquat pädagogisch erörtert und in einen Kontext gesetzt werden können.

Quelle: Niedersächsischer Landtag, Drucksache 15/3867,
zu finden auf der Seite des Stadtelternrats Hannover

Dies bedeutet kurz gesagt, dass man aus der Besprechung der Noten seiner Klassenkameraden durchaus auch etwas lernen kann. Zum Beispiel kann man durch die Notenbegründungen erfahren, wie man noch bessere Noten erreicht (diese Kriterien sind zwar theoretisch immer bekannt - am praktischen Beispiel des Klassenkameraden wird dies aber wesentlich anschaulicher).

Inwiefern tatsächlich jede Notenbesprechung dann öffentlich ist, hängt aber von vielen Faktoren ab. Häufig bitte ich die Schülerinnen und Schüler, zunächst sich selbst einzuschätzen (und diese Einschätzung auf einem kleinen Notizzettel schriftlich abzugeben), so dass ich dann "in der Öffentlichkeit" nur noch zustimmen muss (die meisten Selbsteinschätzungen sind sehr realistisch... eine Gegenmeinung ist selten nötig). Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass eine realistische Eigeneinschätzung stattfinden muss, die - im Idealfall - zu einer Verbesserung der Leistungen (z.B. Arbeitssorgfalt, Qualität / Quantität der mündlichen Beteiligung, Erledigung der Hausaufgaben) führt.

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