Unterrichtsmaterialien

Fach Deutsch - Lügengeschichten (Klasse 5 / 6)

Lügengeschichten

Das Wichtigste zuerst: In Lügengeschichten wird nicht aus den selben Gründen gelogen, aus denen im "normalen Leben" gelogen wird. Der Grund für das Lügen ist also nicht Egoismus, der Gedanke nur an sich selbst und seinen eigenen Vorteil (etwa, um einer Strafe zu entgehen).

Vielmehr ist das Lügen ein künstlerisches Mittel: Durch Angeben wird Fantasie gezeigt, es wird eine Art "Märchen" erfunden. Der Leser oder Zuhörer muss erkennen, dass etwas erzählt wird, das so nicht passiert sein kann. Weitere Merkmale von Lügengeschichten sind zum Beispiel die übertriebene, angeberische und unlogische Darstellung.

Lügengeschichten werden aus der Ich-Perspektive erzählt. Zudem befindet sich der Ich-Erzähler meist auf einer Reise, er gibt also nach der Reise einen Reisebericht ab. Der Erzähler bleibt auf seinen Reisen selten an ein und dem selben Ort, um seine wunderbaren Taten zu vollbringen. Deshalb sind Lügenromane genauso wie Schelmengeschichten in Episoden aufgebaut. Dies bedeutet, dass jede einzelne Geschichte für sich genommen recht kurz ist, am nächsten Ort wird dann eine neue Begebenheit hinzugefügt.

 

Ein bekanntes Beispiel sind etwa die Reisen und Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen (Texte in der Sammlung Gutenberg).

 

Mögliche Aufsatzthemen sind zum Beispiel das Weiterschreiben oder Nacherzählen von Lügengeschichten:
Zum Üben kann man sich aus der Sammlungen zu Münchhausen (beim Projekt Gutenberg - siehe oben) einen Text aussuchen.

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Schwank

 


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