Unterrichtsmaterialien

Fach Deutsch

Schreibblockaden

Was tun, wenn einem nichts einfällt?

Ein Problem, das beim Schreiben eines Aufsatzes natürlich auftreten kann, ist, dass die Ideen fehlen. Einige Menschen leiden ständig an Ideenlosigkeit, andere nur ab und zu, aber jeder hat schon mal verzweifelt vor einem leeren Blatt gesessen und Strichmännchen gezeichnet statt an der Aufgabe zu arbeiten.

Solche Probleme treten gehäuft auf, bevor man überhaupt angefangen hat zu schreiben - es fehlt der berühmte erste Satz, von dem aus sich dann der Rest wie von selbst ergibt. Die Gründe für eine Schreibblockade können sehr verschieden sein, somit gibt es auch verschiedene Strategien, mit deren Hilfe die Blockaden - wenn auch nicht vollständig beseitigt - so doch veringert werden können.

Problem Mögliche Lösungsstrategien
"Ich verstehe die Aufgabe nicht." Man muss herausfinden, was man tun soll: Man fragt den Lehrer, liest noch einmal die Aufgabe durch, schaut ins Lehrbuch oder fragt einen anderen Schüler.
"Das Thema ist langweilig." Falls möglich: Auswahl ein anderen Themas.
Falls nicht, muss man sich damit arrangieren: Je schneller man (vernünftig) fertig wird, desto eher kann man sich wieder anderen Dingen widmen.

"Ich will einfach nicht so lange schreiben." oder:
"Ich habe keine Lust."

Man muss dich damit abfinden, dass man den Aufsatz schreiben muss.
"Ich habe keine Ideen."

Wörterbuch verwenden:
Irgendwo nach dem Zufallsprinzip aufschlagen und (ebenfalls durch Zufall) auf irgendein Wort deuten - wie kann dieses Wort mit dem Thema zusammenhängen?
Zum Beispiel, wenn die Aufgabe eine Charakterisierung Fausts ist und man bei "braten" ankommt, kann man sich fragen, ob Faust in der Hölle schmoren wird - diese Frage könnte direkt zur Charakterisierung führen.

Brainstorming:
Man sammelt in einem Brainstorming alle Gedanken, die einem in den Sinn kommen und schreibtr sie, auch völlig unsortiert, auf - egal, wie gut oder schlecht sie zunächst erscheinen. Aus einem solchen "Kern" kann sich ein ganzer Aufsatz entwickeln.
Zumindest macht man sich so den Kopf frei für neue Gedanken: Was erst einmal auf dem Papier steht, muss nicht mehr durch den Kopf geistern.

Aufeilung:
Fast jede Aufgabe lässt sich auf kleinere Arbeitsschritte verteilen. Man muss sich nicht von einer komplexen Aufgabe "erschlagen" lassen, sondern kann einen Teilschritt nach dem anderen abarbeiten.

Andere Reihenfolge:
Es ist auch möglich, irgendwo in der Mitte anzufangen. Zunächst erabeitet man nur einen Teilaspekt. Davon ausgehend ergeben sich weitere Teile wie von selbst.

Darüber reden:
Während des Redens kommen Ideen natürlicher und spontaner. Wenn man etwa einem Freund etwas über das Thema erzählt, kann dieser auch Rückfragen stellen, falls etwas noch nicht ganz klar ist oder weitere Ideen beisteuern.

"Ich habe Angst, eine schlechte Note zu bekommen." Der erste Aufsatz ist immer ein Entwurf - der später überarbeitet und verbessert wird. Also sollte man die Zeit nicht damit verschwenden, sich Sorgen zu machen, sondern sie zum Schluss dazu nutzen, den eigenen Text zu verbessern.
Falls die Möglichkeit besteht, sollte man mit jemandem darüber sprechen - so bekommt man Hilfe und auch positive Rückmeldungen.
"Ich bin einfach nicht kreativ." Auch kreative Aufgabe müssen erledigt werden. Vielleicht ist nicht jeder zum Schriftsteller berufen - aber einen ernsthaften Versuch kann jeder unternehmen.
Auch berühmte Schriftsteller "klauen" Ideen aus dem wirklichen Leben oder aus Büchern, die sie gelesen haben. Natürlich darf man nicht abschreiben oder etwas zu 100% übernehmen. Man kann aber die Idee an sich weiterentwickeln und zu etwas eigenem machen.


 


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